Das Puppenschiff segelt in eine neue Theatersaison. Seit 20 Jahren besteht der Verein "Theater in der Krone", der das Puppenschiff in Mainschaff steuert. Mainaschaff Säulen und Sitze waren mit Bergen von knisternder Plastikfolie bedeckt - der Theatersaal sah aus wie ein großes Meer, gezaubert von der Augsburger Puppenkiste. Nun ist der Theatersaal frisch renoviert, die Decke strahlt in Schneeweiß. Heute setzt das Mainaschaffer Puppenschiff die Segel in die neue Theatersaison.
Um 20 Uhr gibt es "Ein Sommernachtstraum" für Erwachsene und Schüler. Der Verein "Theater in der Krone", der das Puppenschiff steuert, kann im neuen Saal auf seinen 20 Geburtstag anstoßen. Am Freitag, 9. Oktober, feiern die Mitglieder den Geburtstag mit einer Gala.
Fünf Kulurbegeisterte hatten den Verein 1989 gegründet - eine von ihnen ist noch Teil der Puppenschiff-Mannschaft. Gaby Sauer lenkt den Verein auch durch stürmisches Fahrwasser. "Nach dem Tod von Bernd Weber sucht jeder seinen Platz. Das hat eine Lücke gerissen", sagt Sauer. Weber, der das Puppenschiff 1973 als Wanderbühne gegründet hatte, ist 2007 gestorben.
Der Verein fungiert seit seiner Gründung als Kapitän verschiedener Veranstaltungen im Theater in der Krone. Neben dem Marionettentheater finden dort auch Konzerte, Kleinkunst und Kabarett statt. Die March Mellwos Street Band hat hier einen Proberaum, in dem alle Musiker Platz finden.
15 Mitglieder schaukelten den Verein bei seiner Gründung, sie bewirtschafteten auch die Gaststätte, bis 1993 ein Wirt das Lokal übernahm. Heute zählt der Verein 70 Mitglieder, 15 davon bringen als Puppenspieler die Marionetten zum Tanzen. Seit 1989 haben Verein und Marionetten einen Hafen in der Schulstraße 3 in Mainaschaff.
Konzerte, Kabarett, Kleinkunst Morgen um 16 Uhr verwandelt sich Kalif Storch von Wilhelm Hauf im Marionettenmärchen für Kinder. Gaby Sauer, die dann bestimmt durch das Theater wirbelt, wünscht sich zum Vereinsgeburtstag: "Dass der Zusammenhalt weiter so gut ist und wir von allen Freunden des Puppenschiffs gut unterstützt werden."
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Aus dem Main-Echo vom 26. September 2009